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Nachruf auf Sabrina Schultheis

Mit großem Erschrecken und tieftraurig haben wir erfahren, dass unsere ehrenamtliche Hospizbegleiterin Sabrina Schultheis Ende Februar im Alter von nur 37 Jahren verstorben ist.

Sabrina hat Spuren hinterlassen. Mit ihrer heilpädagogischen Ausbildung fand sie besonders in einer gerontopsychiatrischen Einrichtung in unserem Wirkungskreis schnell ihren Platz. Dort hat sie mehrere Menschen in schweren Zeiten begleitet – aufmerksam, zugewandt und mit einer natürlichen Sensibilität für das, was im Moment gebraucht wurde.

Viele von uns haben Sabrina nur gelegentlich bei Gruppenabenden erlebt, da sie montags und dienstags meist bei ihren geliebten Theaterproben war. Umso mehr erinnern wir uns an eine Frau mit eigener Handschrift, mit Kreativität, Wärme und einer besonderen Art, auf Menschen zuzugehen.

Dass sie selbst über lange Zeit mit Krankheit und starken Schmerzen gelebt hat, hat sie mehr und mehr eingeschränkt. Umso bewegender ist der Gedanke, dass sie – trotz eigener Belastungen – anderen Menschen in existenziellen Lebenssituationen Zeit, Aufmerksamkeit und Mitgefühl geschenkt hat.

Ihr Tod macht uns betroffen und traurig. Wir können kaum begreifen, dass sie so früh gehen musste. Im April werden wir uns in unserem Gruppenabend Zeit nehmen, uns gemeinsam an Sabrina zu erinnern und ihrer zu gedenken.

Ein Zitat von Erich Fried, das Sabrina besonders mochte, begleitet unsere Erinnerung an sie:

„Eigenartig, wie das Wort ‚eigenartig‘ es als fremdartig hinstellt, eine eigene Art zu haben.“

Sabrina hatte ihre eigene Art – und genau das hat sie für viele Menschen so wertvoll gemacht.

Wir sind dankbar für die Zeit, die sie Teil unserer Gemeinschaft war, und für die Spuren der Menschlichkeit, die sie in ihren Begleitungen hinterlassen hat.

In stillem Gedenken

Ök. Hospiz-Gruppe Marienheide
für den Vorstand
Dorit Knabe

 


 


Bürgerpreis und Standing Ovations für die Ökumenische Hospiz-Gruppe Marienheide

Im Rahmen der siebten Verleihung des Bürgerpreises der Gemeinde Marienheide wurde in diesem Jahr die Ökumenische Hospiz-Gruppe Marienheide für ihr herausragendes Engagement geehrt. Regierungspräsident Dr. Thomas Wilk würdigte in seiner Laudatio die „stillen, aber kraftvollen Anstrengungen“ der Hospiz-Gruppe, die mit großem Mitgefühl und Hingabe schwerkranke Menschen und deren Angehörige begleitet.

Seit ihrer Gründung vor fast 30 Jahren setzt sich die Hospiz-Gruppe dafür ein, Menschen in ihrer letzten Lebensphase beizustehen und ihnen Würde, Nähe und Unterstützung zu schenken – unabhängig von Konfession oder Herkunft. Dieses ehrenamtliche Engagement berührt und verdient höchste Anerkennung.

Gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Meisenberg überreichte Dr. Wilk den Bürgerpreis an die Vorsitzende Dorit Knabe, die sich im Namen des gesamten Teams herzlich für die Auszeichnung bedankte. Die Gäste des Abends ehrten die Preisträgerin mit stehenden Ovationen – ein Zeichen tiefen Respekts und Dankes für die wertvolle Arbeit, die die Hospiz-Gruppe Tag für Tag leistet.

Der Abend machte einmal mehr deutlich, wie unverzichtbar Menschen sind, die sich mit Herz und Zeit für andere einsetzen – und dass das Ehrenamt in Marienheide lebendig und vielfältig bleibt.


Abschluss des Befähigungskurses für ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen

Mit großer Freude gratulieren wir unseren neuen Hospizbegleiterinnen zum erfolgreichen Abschluss des Befähigungskurses.

Die Ausbildung wurde von Elke Pracejus mit viel Fachkompetenz und Einfühlungsvermögen geleitet. In mehreren Modulen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit zentralen Themen der Hospizarbeit – unter anderem mit der letzten Lebenszeit, Selbstsorge und Achtsamkeit, Würde, Spiritualität und Ritualen. Der Abend mit einer Palliativ-Medizinerin, ein Besuch beim Bestatter und die Führung durch ein stationäres Hospiz rundeten die Qualifizierung ab.

Durch praxisnahe Übungen und Selbsterfahrungs-Elemente wurden die Inhalte lebendig und persönlich erlebbar. So konnten die Teilnehmerinnen sowohl Wissen als auch innere Haltung für die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen entwickeln. Praktika beim SAPV-Team, im Seniorenzentrum oder einer Demenz-WG machten die Vielfalt der Palliativ- und Hospizarbeit deutlich.

Wir heißen unsere neuen Hospizbegleiterinnen herzlich in unserer Gruppe willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit im Dienst einer würdevollen Begleitung!

Text: Dorit Knabe
Foto: Silke Brudler


Wenn ein Teil verloren geht – Begegnung mit dem „Lebenswagen“ auf dem Wochenmarkt

Im Vorfeld des diesjährigen Welthospiztages war die Ökumenische Hospiz-Gruppe Marienheide am 1. Oktober mit dem „Lebenswagen“ auf dem Marienheider Wochenmarkt vertreten – einem bunten Bauwagen, der als mobiler Begegnungsort der Hospiz- und Palliativdienste im Oberbergischen Kreis dient.

Bei frischem Kaffee, duftenden Waffeln und dank einer Spende der lokalen Gärtnerei Müller mit leuchtenden Sonnenblumen, entstand eine warme Atmosphäre, die viele Menschen zum Verweilen und Austausch einlud. Der Lebenswagen lädt dazu ein, über Leben, Tod, Sterben und Trauer ins Gespräch zu kommen.

Rund 80 Kontakte entstanden – geprägt von Offenheit, Nähe und herzlichen Begegnungen. Besonders groß war das Interesse am neuen Trauerangebot „Walk’n‘Talk“, das Trauernden beim gemeinsamen Spaziergang Austausch und Begleitung bietet.

Mit dem Lebenswagen bringt die Hospiz-Gruppe das Gespräch über Leben und Sterben mitten in den Alltag – dorthin, wo Menschen sich begegnen.
Danke an alle, die sich bei dieser Aktion so engagiert eingebracht haben!

Text: Carina Klopfleisch
Foto: Silke Brudler 


 

 

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