Kontakt

Ökumenische Hospiz-Gruppe Marienheide
Hauptstraße 48
51709 Marienheide

Postanschrift: Postfach 1392
51705 Marienheide
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Hospiz-Telefon (0 22 64) 28 62 23
                      (0 17 0) 63 62 90 1

Sprechzeiten im Hospiz-Büro:
dienstags und donnerstags von 9:30 - 12:30 Uhr und nach Vereinbarung

Download: Gruppen-Flyer

Unseren Facebook Auftritt finden Sie hier

Presse

Bericht für Begegnung auf Veranlassung von Herrn Horst Cremer

Die Ökumenische Hospiz-Gruppe Marienheide gestaltete Abendmesse:

„Wir brauchen einander“

Am Samstag, 12. März, gestaltete die Ökumenische Hospiz-Gruppe Marienheide die Abendmesse und informierte über ihr ehrenamtliches Wirken. Dafür trafen sich im Vorfeld einige Gruppenmitglieder und wählten Texte und Lieder rund um das Thema „Wir brauchen einander“ aus und formulierten Gebete sowie Fürbitten. Nachdem wir unsere Vorschläge mit Pater Manickam abgestimmt hatten, fanden sich die erforderlichen Mutigen für das Vortragen – das Sprechen im Altarraum vor einer großen Zahl Kirchbesucher stellte schließlich für uns eher Ungeübte eine kleine Herausforderung dar.

Dann war es soweit: In der Abendmesse ging Pater Manickam in seiner Begrüßung auf die sensiblen Themen Sterben und Tod und den heutigen Leitgedanken „Wir brauchen einander“ ein. Mit Dank, in der Abendmesse Gast sein zu dürfen, informierte Ulrike Possoch, Sprecherin der Ökumenischen Hospiz-Gruppe Marienheide, über die Arbeit unserer Gruppe:

90 % aller Menschen möchten in ihrer vertrauten Umgebung sterben – Zuhause oder wie Zuhause in Geborgenheit. Die Realität sieht anders aus… Genau hier knüpft die Arbeit der Gruppe an: Wir nehmen uns Zeit für den Einzelnen, in seiner letzten Lebensphase oder bei schwerer Krankheit. Wir sind da, um zu sprechen oder auch zu schweigen. Uns ist es wichtig, Zeit zu schenken und Nähe zu geben – dem Kranken oder Sterbenden ebenso wie Angehörige, denen wir in ihrer Sorge, Angst und Hilflosigkeit beistehen. Dieser großen Aufgabe gehen wir als Regionalgruppe unter dem Dach der IGSL-Hospiz e.V. Bingen nach.

Hinter der Ökumenischen Hospiz-Gruppe Marienheide stehen Frauen und Männer, die sich in einer ökumenischen Initiative zusammengeschlossen haben und in Fachseminaren und Weiterbildungen auf die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie deren Angehörige vorbereitet sind. Wir bieten Begleitung beim Abschiednehmen und in ihrer Trauer an. Unser Ehrenamt ist kostenlos; wir unterliegen der Schweigepflicht.

Weiter erläuterte Ulrike Possoch im Rahmen der Messe, wie die Kontaktaufnahme mit uns erfolgt: Die Ökumenische Hospiz-Gruppe Marienheide ist unter (02264) 28 62 23 oder mobil unter (0170) 636 29 01 erreichbar. Die Koordinatorin nimmt sich Zeit für ein ausführliches, unverbindliches Gespräch. Danach folgt ein persönliches Kennenlernen: In einem Erstgespräch besucht unsere Koordinatorin den Schwerstkranken oder sterbenden Menschen, um gemeinsam herauszufinden, was ihm wichtig ist und wer von uns Begleitern zu der Person passen könnte. Ein zweiter Kontakt findet dann mit Koordinatorin und Begleiter statt – für ein weiteres Kennenlernen und zur Abstimmung des gewünschten zeitlichen Ablaufs.

Besonders still war es in der Messe, als Ulrike Possoch ganz persönlich von ihren Erfahrungen und Berührungspunkten mit dem Thema Sterben in ihrer Familie berichtete: „Ich selbst habe vor Jahren, als mein Vater im Sterben lag, Kontakt zur Ökumenischen Hospiz-Gruppe aufgenommen. Er selbst konnte nicht mehr sprechen. Für uns Angehörige war es sehr wichtig zu wissen, wie man einen Sterbenden  daheim begleitet. Wir waren so hilflos, wollten nichts falsch machen. Die in dieser Situation so wichtige Unterstützung und Begleitung haben wir erfahren. Als Papa dann verstorben war, blieb ein Gefühl von Dankbarkeit zurück. Dankbarkeit für die letzten gemeinsamen Tage und Stunden in der Familie, in der wir bewusst Abschied nehmen konnten. Damals war mir recht schnell klar, dass ich mehr wissen möchte über Sterben, Tod und Trauer. Ich wollte nie wieder so hilflos sein. Eine frühere  Unterstützung  hätte uns allen so gut getan. Wenige Monate später habe ich ein Basis- und Aufbauseminar zur Sterbebegleitung absolviert. Sterben war bis dahin eine – wenn überhaupt – Randerscheinung meines Lebens. Sterben gehört aber zum Leben. Und wenn man sich mit der eigenen Sterblichkeit und dem Tod auseinandergesetzt hat, dann ist der Prozess immer noch sehr traurig, aber der Schrecken ist nicht mehr so groß.“

Zum Abschluss der Messe griff Pater Manickam unseren ehrenamtlichen Dienst am Nächsten erneut auf. Mit dem gemeinsamen Singen des irischen Segensliedes „Möge die Straße uns zusammenführen …“, das die Gruppe bei verschiedenen Anlässen singt, wurde die Messe beendet. Trotz des so ernsten Themas gab es zum Ende viel Beifall – und gute Gespräche im Anschluss.

Schon mehrfach nutzte die Ökumenische Hospiz-Gruppe Marienheide die Chance, im Rahmen eines Gottesdienstes oder einer Heiligen Messe ihre ehrenamtlichen Dienste vorzustellen – so auch Ende vergangenen Jahres im Gottesdienst der Ev. Kirchengemeinde Marienheide. Denn der Leitsatz „Wir brauchen einander“ gilt auch hier: Jeder kann dazu beitragen, die Situation sterbender Menschen und ihrer Angehörigen in Marienheide zu verbessern! Ganz egal ob Mann oder Frau, alt oder jung – jeder kann sich im Rahmen seiner individuellen Möglichkeiten einbringen: mithilfe geschenkter Zeit, aktiver Mitarbeit in der Lebens- und Sterbebegleitung, Erledigung von Verwaltungsarbeit, Übernahme der vakanten Schatzmeisterarbeit, durch aktive oder passive Mitgliedschaft oder mithilfe finanzieller Unterstützung.

Wenn auch Sie unsere Unterstützung in der Begleitung eines Schwerstkranken oder Sterbenden benötigen oder Sie in unserer Gruppe aktiv werden möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

 

Elke Schlüter

im Namen der Ökumenischen Hospiz-Gruppe Marienheide

Hermannsbergstraße 11 (Caritas-Seniorenzentrum)

51709 Marienheide

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Aus dem Veranstaltungskalender für die Monate Mai, Juni, Juli 2016 der Gemeinde Marienheide:

Sterbebegleitung als Lebenshilfe in der Zeit von Abschied und Trauer


Viele schwerkranke und sterbende Menschen wünschen sich ihr Lebensende in vertrauter, häuslicher Umgebung, möglichst ohne Schmerzen und Leiden. Wir als Hospiz-Gruppe möchten helfen, Sterbenden den Wunsch zu erfüllen, zu Hause oder „wie zu Hause“ in fürsorglicher Geborgenheit den letzten Weg gehen zu können.
So steht im Mittelpunkt unseres Handelns die liebevolle, individuelle Begleitung  in der letzten Phase ihres Lebens, in der wir den Kranken Zeit schenken und Nähe geben, miteinander Freude teilen, sprechen und schweigen. Wir möchten ihre Hoffnungen und Ängste mittragen und sie unterstützen, Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen.
Angehörige und Pflegende möchten wir zumindest zeitweise entlasten und betroffenen Familien in Sorgen und Ängsten, bei Abschiednehmen und Trauer als vertrauliche Gesprächspartner beistehen.
In unserem ehrenamtlichen, kostenfreien Dienst unterliegen wir der Schweigepflicht.
Bei unseren Begleitungen machen auch wir die schmerzliche Erfahrung, dass immer mehr ältere Menschen an Demenz leiden, und dies bedeutet für alle Beteiligten eine große Herausforderung im Bestreben, schwerkranken Menschen ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Für unsere aktiven Helfer/innen wird deshalb im Juni eine mehrtägige Fortbildung zum Thema „Demenz“ stattfinden. Als Referentin wird Frau Dr. Ursula Becker, Ärztin und Familientherapeutin aus Alfter, zu uns kommen, deren umfassender Fortbildungsschwerpunkt im Themenkreis „Demenz“  liegt.
In diesem Zusammenhang laden wir Sie herzlich ein zu einer öffentlichen Abendveranstaltung mit Frau Dr. Becker und dem Thema „ Demenz – der uneindeutige Verlust“, am Freitag, den 3. Juni 2016, Beginn 19 Uhr, im Katholischen Pfarrheim Marienheide, Klosterstraße..
„Uneindeutiger Verlust“ – welche Bedeutung verbirgt sich hinter diesem speziellen Begriff? Erkrankt ein Mensch an Demenz, so stellt das die Angehörigen vor eine ganz besondere Herausforderung. Sie müssen sich verabschieden von dem Bild, das sie über viele Jahre von einem vertrauten Menschen hatten, gleichzeitig Tag für Tag einen neuen gemeinsamen Weg finden und diesen Menschen neu kennenlernen. Eine solche Situation beschreibt die amerikanische Psychotherapeutin Pauline Boss mit dem Begriff des „uneindeutigen Verlusts“: Ein uns nahestehender Mensch ist gleichzeitig da und doch nicht da. Eine wirkliche Lösung dieses Dilemmas kann es nicht geben, sondern das Ziel besteht darin, mit der Uneindeutigkeit leben zu lernen.
Frau Dr. Becker lädt die Zuhörer ein, sich näher mit diesem Gedanken zu beschäftigen und zeigt Möglichkeiten auf, mit der ganz besonderen Situation umzugehen.

Wir würden uns freuen, Sie bei dieser interessanten Veranstaltung begrüßen zu dürfen! Der Eintritt ist frei.

Sie brauchen unsere Hilfe? Bitte rufen Sie uns unter der Telefonnummer 02264 286223 an.



Trude Johannessen, Öffentlichkeitsarbeit

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Der Rundblick berichtet am 03.03.2016:
Weihnachtsbaumeinsammelaktion  ...so erfolgreich wie nie zuvor!

Mit insgesamt 1400,- konnten wir dieses Jahr so viele Spenden sammeln wie noch nie. Dafür schon mal vorweg ein großes Dankeschön! Auch von Seiten der ambulanten Hospiz-Gruppe Marienheide, zu deren Gunsten wir dieses Jahr gesammelt haben, ein herzliches Dankeschön an alle Marienheider, die ja maßgeblich an dem tollen Ergebnis beteiligt sind. Das Leitungsteam der Hospiz-Gruppe war über diesen hohen Betrag bei der Spendenübergabe sichtlich überrascht und freute sich sehr.
Ein Teil des Geldes wird zur Durchführung eines mehrtägigen Seminars mit dem Thema „Hospizliche Begleitung von Menschen mit Demenz" im Juni dieses Jahres verwendet. Die Referentin, Frau Dr. Becker, wird zudem einen öffentlichen Vortrag zu diesem Thema halten, der am 3. Juni im katholischen Pfarrheim stattfinden wird. Außerdem ist für Juli eine weitere, intensive Wochenendfortbildung für alle Hospizhelfer geplant.
Auf diese Weise kommt die Spende kranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen in unserer Gemeinde zugute, die von Helfern der Hospiz-Gruppe in der letzten Lebensphase und in Ab¬schied und Trauer begleitet werden.
Zum Schluss möchten wir uns ganz herzlich bei allen, die mit eingesammelt haben und den Fir¬men Baumpflege Syrek und Baumschule Werner, die uns zum wiederholten Male ihre Maschinen zur Verfügung gestellt haben, bedanken. Besonders zu erwähnen sind unsere „kleinen" Helfer Mar-lene, Paul, Elias, Justin und Jano, die bis zum Schluss fleißig mit angepackt haben. Es hat wie immer sehr viel Spaß gemacht, und wir freuen uns schon auf die nächsten Jahre.
Der gemeinsame Abschluss fand, wie jetzt schon traditionell, bei Ulrich und Roswitha Schneider statt, die uns trotz großer Geburtstagsfeier am selben Tag wieder zu sich eingeladen haben. Wenn auch Sie ein soziales Projekt kennen, das sich in und um Marienheide engagiert, lassen Sie es uns wissen.
Ihr Weihnachtsbaum-Team

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 Die OVZ berichtet am 28.06.2014:
Orgelzwerg spendet für Hospizarbeit

Walter Kopperberg ist als Drehorgelzwerg bekannt, der Spenden für krebskranke Kinder sammelt. Jetzt hat er seine Zielgruppe erweitert und 10.000 Euro an die Ökumenische Hospiz-Gruppe Marienheide gespendet. Kopperberg: "Ich wollte gerne auch mal etwas in meiner Heimatgemeinde spenden, hier ist das Geld sehr gut angelegt." Neben Volkmar Schlüter vom Leitungsteam der Hospiz-Gruppe bedankte sich auch Marienheides neuer Bürgermeister Stefan Meisenberg bei Kopperberg.
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Die Marienheider Hospiz-Gruppe will das Geld in die Fort- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Helfer investieren. Ulrike Possoch aus dem Leitungsteam erklärt: "Wir arbeiten zwar ehrenamtlich, aber auch wir brauchen für unsere Arbeit professionelle Unterstützung."

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GE Marienheide spendet für die Ökumenische Hospiz-Gruppe Marienheide

Im Sommer letzten Jahres hatten die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Marienheide im Rahmen eines Sozialen Tages in den Klassen 5 bis 7 einen „Sponsorenlauf“ und in den Klassen 8 bis 12 einen „Arbeitstag“ durchgeführt. Die bei dieser Aktion eingenommenen Gelder werden zur Hälfte für einen sozialen Zweck und für Anschaffungen in der Schule verwendet, die aus Mitteln der Gemeinde nicht getätigt werden können. Die Mittel für den sozialen Zweck sollten auf Vorschlag der Schülerschaft in diesem Jahr in gleichen Teilen der Ökumenischen Hospiz-Gruppe und der Bürgerstiftung in Marienheide zukommen. Die Scheckübergabe an die ökumenische Hospiz-Gruppe fand am 21.01.2013 statt. Dazu die nachfolgende Schilderung der Abteilungssprecher der Stufen 5 bis 7, Maurice Bolewski und Louis Hauger:

Als wir am letzten Montag in der „alten Bibliothek“ unserer Schule ankamen, waren die Damen und Herren der „Ökumenischen Hospiz-Gruppe Marienheide“, unsere Schülersprecher Hannah Ofic und Robin Heinz, unsere SV-Lehrerin Frau Andrea Cattarius und unser Schulleiter Herr Wolfgang Krug schon versammelt! Auch Sportlehrer Rüdiger Nolte, der den Sponsorenlauf organisiert hat, war dabei. Bei Kaffee und Tee stellten wir uns erstmal gegenseitig vor. Von der Ökumenischen Hospiz-Gruppe waren die Sprecherin Frau Ulrike Possoch, die Schriftführerin und derzeitige komm. Koordinatorin Frau Elke Schlüter, der für die Presse/Öffentlichkeitsarbeit zuständige Herr Volkmar Schlüter und der Kassierer Herr Franz Lasmanowicz gekommen!

Wir unterhielten uns über die Arbeit der Ökumenischen Hospiz-Gruppe Marienheide und erzählten von unserem Sponsorenlauf und dem Sozialen Tag. Bei diesen beiden Events hatten wir Spenden gesammelt, um sie der Gruppe zur Verfügung zu stellen! Unsere Aufregung stieg, als wir den Scheck in Höhe von 2739,12 Euro stolz überreichten! Linda Knoche aus dem Jahrgang 12 hielt diesen besonderen Moment fotographisch fest! Es war für alle Beteiligten ein sehr schönes und bewegendes Treffen und wir freuen uns schon darauf, wenn wir auch der Bürgerstiftung Marienheide in Kürze einen Scheck in gleicher Höhe überreichen können!

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